Warenkunde
Albaöl HC (Health Care) mit verbesserter Rezeptur
Warenkunde
Wissenswertes über Raps im Allgemeinen und Albaöl® HC im Besonderen
Raps gehört als Mitglied zur Familie der Kreuzblütler, botanisch gesehen zu den Kohlarten. Raps ist eine sehr alte Kulturpflanze und wurde in Asien und dem Mittelmeerraum bereits 2000 v. Chr. angebaut. In Europa wurde er im späten Mittelalter kultiviert und bis zur Einführung von Petroleum in erster Linie als Brennstoff für Öllampen verwendet.
Anbau und Ernte
Der für Albaöl® HC verwendete Raps wird in nordisch-maritimem Klima angebaut. Er wird im August ausgesät und im Juli des darauffolgenden Jahres geerntet. Gewonnen wird das Rapsöl aus den kleinen, schwarzbraunen Samenkörnern der Rapsschoten.
Rapsöl als Lebensmittel
Vom „Mauerblümchen" zum „Shooting Star"
Rapsöl – die „Butter" für arme Leute
Für die Generation unserer Eltern und Großeltern war die „gute Butter" noch das „Non-Plus-Ultra" in der Ernährung. In Not- und Krisenzeiten stand diese nur dem „Ernährer" in der Familie zu. Frauen und Kinder kamen meist nicht in den Genuss und mussten sich mit weniger schmackhaften Alternativen begnügen. Das bitter schmeckende Rapsöl mit seinem hohen Anteil an Erucasäure, die heute als herzmuskelschädigend gilt, war dabei eine der letzten Alternativen.
Erfolgreiche Züchtungen – besserer Geschmack
Doch aus dem „Mauerblümchen" von damals wurde der „Shooting Star" von heute. Voraussetzung dafür waren zwei wesentliche Züchtungserfolge in den 70er und 80er Jahren,
die ganz ohne die heute üblichen gentechnischen oder zellbiologischen Verfahren abliefen. Das Ergebnis war der erucasäure- und glucosinolatarme „Doppel-Null-Raps". Diese neuen Rapssorten wurden zum interessanten Rohstoff für die Lebensmittelindustrie, denn sie lieferten ein bekömmliches Öl ohne den ursprünglich kratzig-bitteren Geschmack. Rapsöl ist aber nicht nur bekömmlich, sondern auch gesund (vgl. unten „Ernährung und Diätetik") und erfreut sich deswegen zunehmender Beliebtheit.
Albaöl® HC – für ernährungsbewusste Genießer
Geschmacklich gesehen ist Rapsöl jedoch noch immer nicht jedermanns Sache. Der be-
sonders für kaltge¬presstes Rapsöl typische nussige Geschmack überlagert den Eigen-
geschmack der Speisen und wird von manch einem auch als saatig oder leicht bitter empfunden. Der neutrale Geschmack vieler im Handel erhältlicher Rapsöle überzeugt
den echten Gourmet ebenfalls nicht – auch wenn er noch so ernährungsbewusst ist. Seit Generationen ist für viele der Buttergeschmack das Höchste der Gefühle – beim Braten, Backen, Dünsten usw. Dem hat man in Schweden Rechnung getragen: Im skånischen Dalby wurde ein hitzebeständiges Öl entwickelt, das die ernährungsphysiologischen Vorzüge von Rapsöl mit einem einzigartigen Buttergeschmack verbindet. Das von Alf Qvist inmitten leuchtend gelber Rapsfelder „erfundene" Albaöl® HC ist inzwischen zum „Shooting Star" vieler ernährungsbewusster Genießer geworden – auch bei uns in Deutschland.
Bei der Produktvariante Albaöl® HC handelt es sich um eine - gemäß den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen - weiter verbesserte Rezeptur. Die Rezepturoptimierung wird durch die Zugabe von gepresstem Leinöl erreicht.
Ernährung und Diätetik
Der 00-Raps zeichnet sich durch eine sehr günstige Fettsäurezusammensetzung aus, weswegen Rapsspeiseöl aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zu den wertvollsten Speiseölen zählt. Hervorzuheben sind der besonders niedrige Gehalt an gesättigten Fettsäuren und der hohe Gehalt an der einfach ungesättigten Ölsäure. Rapsöl enthält außerdem die essenzielle Alpha-Linolensäure, eine Vertreterin der Omega-3-Fettsäuren, die in anderen Ölen sonst nur in geringer Konzentration vorkommt. Diese Fettsäuren gelten als hochwirksam zur Prävention von Koronarerkrankungen und Tumoren sowie als wichtiger Faktor bei der Behandlung von Rheumapatienten. Des Weiteren haben Untersuchungen belegt, dass Ölsäure ebenso effektiv wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel senken und zur Stabilität des LDL-Cholesterins beitragen kann.
Ein anderes aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr wertvolles Speiseöl ist Leinöl. Früher schon war es ein beliebtes Hausmittel, heute erlebt es eine Renaissance und wird immer öfter von Medizinern und Gesundheitsberatern empfohlen. Der Grund: Die in ihm in hoher Konzentration enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.
Zutaten
Gepresstes Rapsöl, gepresstes Leinöl, Emulgator (Zitronensäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren), natürliches Butteraroma, Farbstoff (Beta-Carotin), Antioxidationsmittel (Ascorbylpalmitat, Tocopherol-Extrakt), Vitamin E.Fettsäurenmuster für Albaöl® HC
Aus den untenstehender Daten wird ersichtlich, dass Albaöl® HC aus ernährungsphysiologischer Sicht eine überdurchschnittlich gute Fettsäure-zusammensetzung aufweist. Hier stimmt einfach alles:
* geringer Anteil an gesättigten Fettsäuren
* hoher Gehalt an essenziellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren
* ideales Omega-6-Omega-3-Verhältnis von 1,25:1
* besonders hoher Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren (Linolensäure)
100 g Albaöl HC enthalten:
ungesättigte Fettsäuren (FS): 93 g
davon: einfach ungesättigte FS: 57 g
davon: Ölsäure ca. 55 g
mehrfach ungesättigte FS: 36 g
davon: Linolsäuren 20 g, Linolensäure 16 g, gesättigte Fettsäuren 7 g
Vitamine: Vitamin E 30 mg entspricht 300 % der empfohlenen Tagesdosis
Dank der neuen Rezeptur - mit Leinölzugabe - zeichnet sich Albaöl® HC jetzt durch ein Fettsäuremuster aus, das seinesgleichen sucht. Durch das optimierte Verhältnis der Omega-6- zu den Omega-3-Fettsäuren (1,25 : 1) leistet Albaöl® HC nun einen noch wichtigeren Beitrag zu der von Ernährungswissenschaftlern empfohlenen Verbesserung des Omega-6-/Omega-3-Verhältnisses in der Ernährung. Daneben verfügt Albaöl® HC nach wie vor über einen ausgesprochen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. In 100 g Albaöl® HC sind ca. 16% dieser lebensnotwendigen, mehrfach ungesättigten Fettsäure enthalten.Tipp für die Sprühmethode
Wenn Sie für Albaöl® HC die besonders fettsparende, kalorienarme Sprühmethode anwenden möchten, sollte Albaöl® HC Zimmertemperatur haben. So erhalten Sie die für ein gutes Sprühergebnis erforderliche Viskosität des Öles.
Lagerung:
Damit die hohe Qualität von Albaöl® HC maximal erhalten bleibt, wird eine dunkle und kühle Lagerung empfohlen, am besten im Kühlschrank.
>> ANTWORTEN AUF FRAGEN, DIE UNS HÄUFIG GESTELLT WERDEN <<
Darf Albaöl® HC trotz des hohen Antels an mehrfachen ungesättigten Fettsäuren und des Leinölanteils erhitzt werden?
Ja, bis zu 220° C. Im Januar 2008 durchgeführte Analysen, bei denen das Verhalten der α-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) bei Hitzeeinwirkung untersucht worden ist, haben ergeben, dass der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch bei Hitzeeinwirkung stabil bleibt.
Die entsprechenden Proben wurden nach der Methode IUPAC 2.304 getestet und
a) auf 190 °C erhitzt und 15 Minuten lang dieser Temperatur ausgesetzt sowie
b) auf 225 °C erhitzt und 30 Minuten lang dieser Temperatur ausgesetzt.
Bei beiden Tests hat sich die Fettsäurezusammensetzung des Produktes nicht verändert [die bei b) aufgetretenen Veränderungen liegen bei 0,1 % und können daher als unwesentlich betrachtet werden].
Weshalb wird bei Albaöl® HC Beta-Carotin zugesetzt?
Beta-Carotin ist nicht nur ein Farbstoff, sondern dient gleichzeitig als Antioxidans. Es schützt das Öl vor dem Angriff des Luftsauerstoffs und hemmt damit die Oxidation. Auf diese Weise verhindert es die frühzeitige Alterung des Öls. Zudem reduziert es die Zerstörung luftem-
pfindlicher Vitamine und Aminosäuren und ist selbst ein Provitamin, das im Körper zu Vitamin A umgebaut wird.
Weshalb kommt in Albaöl® HC ein Emulgator zum Einsatz?
Der Emulgator wird zugesetzt, damit sich das wasserunlösliche Öl mit Wasser mischen kann (entscheidend für die Zubereitung von Saucen und Dressings) und das Wasser gebunden wird. Letzteres ist wichtig beim Braten und die Ursache dafür, dass Albaöl® HC beim Braten kaum spritzt. Des Weiteren macht der Emulgator das Öl dünnflüssig, also leichter versprühbar und sparsamer dosierbar.
Weshalb kann es am Flaschen- oder Kanisterboden zu Bodensatz kommen?
Da es sich bei Albaöl® HC um gepresstes Rapsöl handelt, kann es (u.a. in Abhängigkeit zur Aufbewahrungstemperatur) zu Ausfällungen kommen, die sich am Boden absetzen und gelegentlich auch wie kleine Wolken über den Boden "schweben". Dieser Bodensatz hat keinerlei Einfluss auf die Produktqualität, also weder auf die ernährungsphysiologischen noch auf die küchentechnischen Eigenschaften. Wen der Bodensatz stört, kann ihn aufschütteln.
